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Huawei und Google: Hat Android Zukunft im fernen Osten?

Die ersten rein chinesischen Smartphones kommen

Der Handelsstreit zwischen China und USA zeigt spürbare Auswirkungen auf die Kunden. Das erfahren aktuell vor allem die Nutzer von Huawei Smartphones. Die boten bisher alle Vorzüge von Googles beliebtem Betriebssystem und hatten auch zahlreiche Hardwarekomponenten amerikanischer Hersteller verbaut.
 
Die Eskalationen mit US-Sanktionen, Strafzöllen und entsprechenden Reaktionen auf der anderen Seite des Pazifiks haben das verändert. Huawei baut Smartphones jetzt komplett unabhängig von Technologie aus dem Silicon Valley. Im Zug dieser Entwicklung ist China zur ersten Nation geworden, die ein Smartphone komplett ohne Zukauf von Technik aus anderen Ländern produzieren kann.
 
Android ist als Open Source Software für Huawei zwar weiterhin nutzbar. Doch wegen der US-Sanktionen hat Google Huawei die Lizenz für die Nutzung der eigenen Dienste entzogen. Viele davon sind für ein Android-Smartphone essenziell. Neben Google Maps und Gmail betrifft das vor allem den Google Play Store. Damit entfällt für neue Huawei-Geräte der Zugriff auf eine Vielzahl von Apps. Das trifft vor allem das neue Flaggschiff Huawei Mate 30 Pro empfindlich.

Was erwartet Huawei-Kunden zukünftig?

Die neuen Geräte liefert Huawei aktuell mit Android in einer reduzierten Variante ohne Google Dienste aus. Für die meisten Smartphone-Benutzer entfaltet Android seine volle Funktionalität aber erst mit den Google-Services. Für Huawei Smartphones sind zwar inoffizielle Workarounds erhältlich, die den Zugriff ermöglichen. Doch die sind relativ umständlich, tendenziell unsicher und zwischenzeitlich oft gesperrt. Eine dauerhafte Lösung ist aktuell nicht greifbar.
 
Allerdings gilt der Lizenzentzug nur für die neue Produktion. Es besteht kein Risiko für Geräte, die schon in Benutzung sind oder bei den Händlern bereits auf Lager liegen. Für diese Geräte sind weiter Sicherheitsupdates erhältlich, und selbst nach einem Systemreset werden Sie nicht den Zugriff auf die Google-Funktionen verlieren. Es ist allerdings unklar, ob diese Geräte auch auf neue Versionen von Android upgraden können.
 
Nach aktueller Aussage setzt Huawei nach dem Ende des Handelsstreits zukünftig weiter auf die Partnerschaft mit Android. Viele Seiten erhoffen eine Entspannung, weil dann eine erneute Freigabe der Lizenz zu erwarten ist.
 
Gleichzeitig arbeiten Hersteller in China mit Harmony OS aber auch an einer eigenen OS-Lösung. Die hat bei der Performance durchaus einige Vorteile gegenüber Android. Zudem ist Harmony mit Android Apps kompatibel. Diese müssten nur in den eigenen Shop des Systems eingepflegt sein. Die größte Hürde für den Erfolg eines eigenen Betriebssystems made in China ist die Marktmacht von Android, das sich mit iOS und einem kleinen Anteil für Samsung praktisch den vollständigen Markt aufteilt.
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